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| Wenn Kinder trauern Trauern heißt Qualifikation Trauertage praktisch |
„Trauern heißt ja sagen zum Leben Trauer ist nicht zum Verlieren, sondern zum Gewinnen für uns: Was gewinnen? Authentizität, Lebensfreude, innerer Reichtum, Verständnis, Sinnlichkeit, an Anziehungskraft, an Beziehungsfähigkeit, Autonomie, und Dankbarkeit und Demut dem Wunder dieser Schöpfung und der ihr innewohnenden allumfassenden Liebe gegenüber. Trauer ist die Antwort eines liebenden Herzens auf Verlust und auf Veränderung. Trauer braucht Beachtung, Zeit, kreative Formen des Ausdrucks und genügend Zeit. Vor allem braucht Trauer die Erlaubnis und die Bestätigung, sich zeigen zu dürfen. Trauer braucht andere Menschen, denn Trauer ist gleichzeitig ein individueller und ein sozialer Prozess. Wenn der Trauer geeignete Formen des Ausdrucks angeboten werden, in einer Atmosphäre des Schutzes und der Anerkennung, dann wandelt sie sich um in neue Lebenskraft. Es führt kein Weg an der Trauer vorbei, sondern nur ein Weg durch sie hindurch. Wer sich auf diesen Weg begibt braucht WeggefährtInnen, Ermutigung, Anerkennung und Begleitung. Trauern heisst das Vergangene ehren und würdigen und sich selbst darin wieder zu finden. Trauern in einer angemessenen Form ermöglicht, den Verlust in die eigene Biografie zu integrieren. Wer nicht trauern darf, darf nicht fühlen, wer nicht fühlen darf, darf nicht lebendig sein. Wir brauchen eine zeitgemässe Trauerkultur für eine gesunde und authentische Lebenskultur. Kreativ und lebendig trauern heisst JA sagen zum Leben.“ Monica Lonoce, Institut für Lebens- und Trauerkultur, Schweiz |